[Werbung] Flykondo im Hundehaus oder warum wir keine Putzorgien mehr brauchen

[Werbung] Flykondo im Hundehaus oder warum wir keine Putzorgien mehr brauchen

Wochenende. Vielleicht Besuch. Putzpanik zuhause. Im letzten Jahr sind wir noch völlig verzweifelt an wöchentlichen Restaurierungsaktionen. Egal, was wir versuchten, wir kamen nicht hinterher. Saugroboter, Putzpläne, Samstagsputzen, Frühjahrsputz – blitzeblank sauber war es bei uns daheim dennoch nie. Dafür haben wir alles gegeben.

Mit einiger Recherche wurde es ein wenig besser. Ihre Tipps hat sie in einem Artikel zusammengestellt. Auf ihren Aufruf hin haben sich noch andere gemeldet und wir haben weiteren Input erhalten. Vor allem Stephies Putzplan hat sie inspiriert. Aber dann – dann kam Flykondo. Zusammen mit dem Bullet Journal und dem Vorsatz, 2018 alles zu verschlanken. Effizienter zu gestalten. Und seitdem sind die Großputzaktionen vorbei. Nicht das Putzen – freut euch nicht zu früh. Die verschenkten Samstage, die frustrierten Unter-der-Woche-Stapel und das Paniksaugen am frühen Morgen jedoch schon.

Wie das geht?

Das ist Flykondo

Flykondo setzt sich zusammen aus zwei Putz- und Aufräummodellen: Flylady und Konmari. Von der Konmari-Methode haben wir hier schon öfter erzählt. Marie Kondo ist ein Aufräumprofi mit mehreren eigenen Büchern, ihre Philosophie lautet kurz gefasst:

Es bleibt nur das im Haus, was glücklich macht und alles hat seinen eigenen Platz.

Minimalismus also. Zuerst einmal wird in allen Kategorien ausgemistet. Nicht nur ein bisschen, sondern mit System. Angefangen bei den einfachsten Dingen (Klamotten) über Bücher, Küchenutensilien etc. bis hin zur schwierigsten Kategorie, den Erinnerungsstücken. Den Dingen, die dem Besitzer keine Freude mehr machen, wird gedankt, man verabschiedet sich und die Besitztümer werden entweder entsorgt, verschenkt oder gespendet. So lichtet sich nach und nach die Ansammlung unnützer Dinge, sie erfreut sich am neuen Anblick und weniger Staubfängern, andere erfreuen sich an den Sachen, die wir vorher nie genutzt haben.

Auch Flylady ist ein Aufräumprofi mit eigenen Büchern. Sie ist vor allem bekannt durch ihre magische Küchenspüle und die Routinen, die in winzigen aber stetigen Schritten („Babysteps“) zu einer Ordnung im Chaos und schließlich jederzeit aufgeräumten Haus führen sollen.

So funktioniert Flykondo

Der erste große Schritt ist das große Ausmisten nach Konmari. Obwohl wir nicht viele Sachen mit nach Deutschland gebracht hatten und sie bereits sehr ausgewählt eingekauft hat, wärt ihr überrascht, was sich alles angesammelt hat und folglich unser Haus wieder verlassen durfte. Unserer Meinung nach ist dies ein stetiger Vorgang, denn so, wie du dich selbst veränderst, so verändern sich auch deine Bedürfnisse und das, was dich glücklich macht. Abgesehen davon verbrauchst du Dinge mehr, wenn du sie häufig nutzt. Diese müssen dann ausgetauscht und ersetzt werden.

Nach dem Ausmisten teilst du dein Haus oder deine Wohnung in fünf Zonen auf: Schlafzimmer, Bad oder Bäder, Küche, Kinderzimmer, Wohnzimmer. Jede Woche wird eine Zone intensiv gesäubert. Um alle Aufgaben im Blick zu haben, erstellt ihr euch hierfür eine To-Do-Liste. Jeden Tag wird der Timer auf 15 min eingestellt (eine Zeit, zu der sie sich auch noch nach einem anstrengenden Tag motivieren kann) und die Tagesaufgabe(n) aus der To-Do-Liste erledigt. Im Idealfall habt ihr dann bis zum Freitag die Zone der Woche abgehakt. Für den Samstag gibt es eine Sonderaufgabe. Wem das alleine putzen aber zu wenig Spaß macht, der kann sich auch in der Flykondo-Gruppe auf Facebook anmelden. Die Gruppe ist sehr motivierend und die Administratoren geben jeden Sonntag die To-Do-Liste für die Zone der Folgewoche vor. Wenn ich sie Sonntag Abend erst auf ihr Handy schauen und dann ins Bullet Journal schreiben sehe, weiß ich, dass sie ganz aufgeregt auf die Wochenaufgabe gewartet hat. An den Abenden, an denen sie besonders stolz über ihr Putzwerk ist, macht sie sogar ein Foto und teilt es in der Gruppe.

Routinen

Neben der Wochenzone gibt es noch eine Morgen- und eine Abendroutine. Die Morgenroutine sieht bei uns zum Beispiel folgendermaßen aus: aufstehen, Bett machen, Yoga (nur für sie, wir entspannen uns dabei), Vorhänge öffnen und lüften, anziehen und fertig machen, Gassi, Frühstück für uns alle, Plan für den Tag checken, Geschirrspüler einräumen und anschalten, Waschmaschine beladen und programmieren, Oberflächen im Bad wischen und Toilette reinigen, Katzentoiletten reinigen. Da das „Fly“ in Flykondo gleichbedeutend ist mit „Finally loving yourself“, gehören zu der Morgenroutine noch fünf Minuten Zeit für sie, die nimmt sie sich allerdings beim Frühstück.

Die Abendroutine beinhaltet dann schon etwas mehr Putzerei und sieht bei uns folgendermaßen aus: Alles zurück an seinen Platz räumen (idealerweise ist das gar nicht mehr viel, denn nach dem Konmari-Prinzip hat ja sowieso jedes Ding seinen eigenen Platz), Abendessen für uns alle, 2 min Hotspot – stopp, bitte was?! Was ist das? Kennt ihr diese Plätze, auf denen wie magnetisch immer all das landet, was ihr schnell aus der Hand haben wollt, für das ihr aber keinen richtigen Platz habt? Orte wie die Kommode im Eingangsbereich, der Stuhl im Schlafzimmer, diese eine Ecke in der Küche? Das ist ein Hotspot. Die Ansammlung wird abends in 2 Minuten aufgelöst, bevor sich die Einzelteile noch zusammentun und die Weltherrschaft übernehmen.

Weiter in der Abendroutine: 5 min Raumrettung – ok, noch ein Wort, das Erklärung bedarf: In diesen 5 min (denkt an den Timer!) nehmt ihr euch all die Dinge vor, die schlimm aussehen und räumt sie auf, wischt sie weg, was auch immer nötig ist. Nicht mehr als 5 min pro Raum. Habt ihr mehrere schlimme Räume, dann sind maximal 20 min ok, aber nicht mehr als 5 min pro Raum. Diese sind für all die Momente, zu denen ihr euch bisher im Text gefragt habt „und wann räume ich … auf? Das reicht doch nicht, wenn ich das alle 5 Wochen mache.“ Auch wir haben uns diese Fragen zu Beginn gestellt. Der Flykondo-Alltag zeigt uns nun aber, dass wir die Raumrettungen sehr häufig gar nicht brauchen.

Nun aber wirklich weiter in der Abendroutine: Geschirrspüler ausräumen, alle 2 Tage saugen, Kalender checken und To-Do-Liste schreiben, Wäsche aufhängen, Gassi, 20 min Zeit für sie (offline – Zeit für uns!), bettfertig machen.

Wie läuft es bei uns?

Wir würden es nicht vorstellen, wenn es nicht gut laufen würde. Ich würde fast behaupten, sie hat richtig Spaß dabei. Beide Routinen hat sie in unseren normalen Tagesablauf eingebaut, wenn sie da mal etwas nicht schafft oder etwas mehr macht, ist das auch kein Problem. Unsere Sachen (Decken und Halsbänder waschen, Näpfe reinigen etc.) ebenfalls. Durch die intensive Konzentration auf eine Zone pro Woche, hat unser Haus eine ganz andere Grundsauberkeit. All die Dinge, die sonst geschoben oder in den Frühjahrsputz gepackt wurden, sind nun Bestandteil der Wochenzone und all die ungeliebten Aufgaben (Fenster putzen, Rahmen wischen, Ecken mit Schmutzradierer reinigen) sind in 15 min-Einheiten verpackt und damit nicht mehr so schlimm für sie. Überhaupt ist sie häufig überrascht, was sich in 15 min alles unterbringen lässt.

Wir sind jetzt seit Anfang des Jahres dabei (Konmari befolgen wir jedoch bereits deutlich länger) und es kommt immer häufiger vor, dass sie die 15 min des Tages gar nicht komplett ausschöpfen muss. Stattdessen nimmt sie sich dann Zeit für uns und unsere Physiotherapie, Massagen oder Fellpflege.

Natürlich gibt es auch blöde Zeiten. Zeiten, in denen ihr die Energie fehlt, der Kram über den Kopf wächst, oder, wie im Sommer, draußen sein und es schön haben viel viel wichtiger erscheint als drin zu putzen. Dann schleifen die Routinen, der Schweinehund schleicht sich von hinten leise heran (irgendwo muss er ja sein, jetzt, wo er beim Lauftraining nicht mehr mit darf) und wirbelt in Blitzgeschwindigkeit die Bude durcheinander. Streut wie Konfetti ein kleines bisschen Katzenstreu hier und da. Verteilt unsere Haare einzeln und möglichst weitläufig über den sonnenbestrahlten Holzboden.

Aber – das macht gar nichts. Weil sie nämlich weiß, was sie in 15 min schaffen kann. Erst einmal wieder die Routinen aufgenommen, so erledigt sich das spätestens nach den ersten 4 Wochen von alleine. 4 Wochen, weil bei uns das Kinderzimmer weg fällt und stattdessen alle unsere Rabaukensachen gereinigt werden. Deep Cleaning.

Also – noch etwas, das maßgeblich zur Entspannung beigetragen hat. Wir können es nur empfehlen. Wer dabei sein will, schaut einfach mal rein auf Facebook in der entsprechenden Gruppe. Uns motiviert alleine schon das dabei sein.

Wir wünschen frohes, entspanntes Putzen!

Kisses,

Buddy

PS: Aufgrund der Namens- und Gruppennennung haben wir uns entschieden, den Beitrag als Werbung zu klassifizieren, auch wenn wir aus eigener Begeisterung heraus empfehlen und keinerlei Vorteil (außer der sauberen Wohnung) daraus haben.

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