Zappelhund, Hundeernährung, Schilddrüse oder ich will so bleiben wie ich bin…

Wenn ich in neue Situationen komme, wenn wir in der Gruppe mit dem Dummy trainieren, wenn ich gut gelaunt bin, wenn ich mich freue, dann flippe ich manchmal etwas aus. Wenn Platz ist, ist das lustig. Ich tobe im Kreis, meine Rute ist gebogen wie ein Griff und ich flitze, bis es nicht mehr geht. Wenn kein Platz ist, es schnell gehen muss oder Gehorsam von Vorteil wäre, ist das nicht so lustig. Ich tobe im Kreis, meine Rute ist gebogen wie ein Griff und ich flitze…

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Oft ist sie dann genervt und schimpft. Meistens führt das dazu, dass ich noch viel mehr flitze. Sie hat es auch schon mit ruhig bleiben versucht, das klappt aber nicht immer. Vor allem nicht, wenn andere dabei sind und sagen dann, was wir jetzt machen müssen.

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Deshalb liest sie viele Bücher, fragt Hundeerfahrene um Rat und besucht Ärzte mit mir. Jeder Ratschlag ist anders und es gibt immer wieder 1.000 neue Ideen. Oft ist sie ratlos und verwirrt, während ich doch eigentlich ganz glücklich bin.

Meistens ist das böse Trockenfutter schuld. Dabei achten wir schon von Beginn an darauf, dass das Futter eine gute Qualität hat. Dann kommt meistens der Einwand, dass teuer nicht gleich gut bedeutet. Das wissen wir. Und achten auf die Inhaltsstoffe. Und wollen daran gerade (noch) nicht noch mehr ändern.

Viele haben uns schon gesagt, es könnte ein Schilddrüsen-Problem sein. Deswegen haben wir einen Test machen lassen. Da war alles im Normbereich, obwohl ich mich am Tag des Testes wie der Parade-Patient benommen habe. Ich war schon hyperaufgeregt, bevor überhaupt der Kofferraum offen war. Die Praxis habe ich erst einmal zusammengebellt. Dabei war ich dort vorher noch nie. Ihr haben sie dann gesagt, dass so ein großer Hund Erziehung braucht und sie mich besser auslasten soll. Die Tatsache, dass ich oft beim Training mit anderen flippe, haben sie einfach mal ignoriert. Vielleicht machen wir jetzt noch einen weiteren Test. Woanders.

Oft frage ich mich dann – warum kann ich nicht einfach bleiben wie ich bin? Muss ich sämtliche auf diesem Planeten verfügbare Untersuchungen bekommen, bis endlich etwas gefunden wird? Muss ich jede Futterversion ausprobieren? Natürlich möchte ich, dass wir suchen, wenn es wirklich ein Problem ist.

Aber ich selbst bin doch sehr zufrieden und erwarte gar nicht, dass ich jede Woche einen anderen Doktor kennen lernen darf. Pulver und Öl bekomme ich genug für meine Gelenke, Physio kriege ich auch.

Sie hat allerdings Sorge, dass meine Rabaukerei schlechten Einfluss auf meinen sowieso schon kaputten Körper hat. Und dass es eine medizinische Ursache gibt.

Aber vielleicht sind manche auch einfach nicht gemacht für so viel Action? Vielleicht habe ich auch einfach lieber meine Ruhe? Und vielleicht mag ich es zu flippen. Und vor allem mag ich es, wenn mich die Leute nehmen, wie ich bin. Dann kann ich nämlich auch ganz ruhig und kuschelig werden.

Und – wenn die Leute sie ermutigen, wenn sie dann doch mal die Nase voll hat von mir. Das dauert meistens nicht lang, aber es ist gut, wenn andere sie runter holen, während sie mich gerade auf den Mond schießen will.

Wobei ja die letzte Umstellung des Trockenfutters… Lassen wir das.

Ich werde ihr zur Beruhigung heute Abend mal ein Buch hinlegen, dass sie schon mal gelesen hat.

Euch stelle ich das bald mal vor.

Kisses, Buddy

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