• Kurz vor dem Looping oder Immer nur ich

    Es brüllte hinter mir her. War ich doch extra schneller gegangen, um dem Ganzen im morgendlichen Streß vorm Büro auszuweichen, machte es Buddys Verdauungsapparat unmöglich, nicht stehen zu bleiben, weiter zu laufen, aus dem Weg zu gehen. Von weitem ertönten Trainingstipps, gepaart mit deftigen Anschuldigungen und schließlich gekrönt von einem wütenden Wortgefecht. Ich war verwirrt – „es geht immer nur um dich“ lautete einer der unzähligen Vorwürfe zu meiner Hundeerziehung, der Vermeidung von Begegnungen und nicht zuletzt meinem Umgangston. Ich gestehe, letzteren habe ich in der Vergangenheit des Öfteren vergessen, wenn wieder mal ein freilaufendes Tier zwischen uns, den mitgebrachten Streß und unsere Leinen geriet. Allerdings mochte ich mich so…

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  • Der 3-Schritte-Plan oder Masih Samin – Sitz! Platz! Vielleicht?

    Vor kurzem war ich auf dem Traumaseminar von Robert Mehl. Und anschließend sehr begeistert. So begeistert, dass ich am nächsten Morgen beim Frühstück mit den Hundephysios sofort davon erzählen musste. Über Hölzchen und Stöckchen kam die Runde so auf eine bevorstehende Veranstaltung bei uns in Köln – Masih Samin, der Hundeverhaltenstherapeut, sollte im Gloria-Theater auftreten. Ich hatte die Werbung auf Facebook gesehen, aber sonst noch nicht von ihm gehört. Vielleicht, weil ich es nicht mag, wenn jemand „Hundeflüsterer“ heißt. Die Kollegin dagegen hatte von ihm gehört. Und überlegt, hin zu gehen. Zum Training, nicht zur Show. Schnell war der Entschluss gefasst – wir gehen zusammen. Zur Show. Und dann sehen wir weiter. Wie war’s? Zuerst einmal…

  • Was kostet Lebensqualität oder Wish it, dream it, aber tust du es dann auch?

    Die Vorstellung, wie es laufen soll, ist klar wie ein perfekter Sommermorgen: Aufstehen, in Ruhe fertig machen, frühstücken, eine Runde mit den Rabauken, zur Arbeit fahren, nachmittags nach Hause, raus mit den Rabauken, den Arbeits- und Alltag hinter sich lassen, die Zeit zusammen genießen, den Abend zur freien Gestaltung und Verfügung. Die Realität sieht anders aus – stundenlange Staus auf dem Weg von und zur Arbeitsstätte fressen die kostbare freie Zeit, die Rabauken kommen zu kurz. Alternativen gibt es kaum, Home Office ist nur eine Notlösung, die Privatprozesse bereits zeitlich optimiert, eine verkehrsgünstige Hundebetreuung nicht existent und ein Umzug mit vier Tieren? Da ist teuer wahrscheinlich das geringste Problem. Die…

  • Seminare für Hundebesitzer oder Robert Mehl – Trauma und Traumafolgestörungen beim Hund

    Kennt ihr das, wenn ihr etwas zu einem Thema hört, das euch so begeistert, dass ihr am liebsten alles andere zur Seite schieben und euch nur noch damit beschäftigen wollt? So geht es  mir seit dem letzten Wochenende. Nach langer Vorfreude habe ich mal wieder ein Seminar bei den Hundereferenten besucht. Referent war Robert Mehl, Diplom-Psychologe und Kriminologe. Das Thema: Traumafolgestörungen bei Hunden aus neurobiologischer, humanpsychologischer und therapeutischer Sicht. Uff. Klingt erst einmal nach schwerer Kost. Warum habe ich teilgenommen? Wie schon in unserem Artikel Zappelhund, Hundeernährung, Schilddrüse oder ich will so bleiben wie ich bin… beschrieben, haben wir schon einige Untersuchungen und Experimente hinter uns, um einen Auslöser für Buddys häufig unkonzentriertes, in manchen Situationen…

  • Fünfe gerade oder Stress, Struktur und Schreianfälle

    Ich hielt mich für ein Organisationstalent. Hunde, nebenberufliches Studium, zweite Ausbildung, Haushalt – je größer die Herausforderung, umso größer die Energie für noch mehr. In letzter Zeit erwischte ich mich häufiger dabei, wie mir etwas durch rutschte. Ich den ein oder anderen Termin einfach vergaß und viel zu müde war für all das, was mir an Aufgaben noch so einfiel. Tausend durchgestylte To-Do-Listen – so sehr sie mich optisch auch ansprachen – machten es nicht besser. Mein Schatz an Ideen scheint nämlich schier unendlich und damit wachsen auch die Auflistungen ins Unermessliche. Sagen, was ich zu tun habe, lasse ich mir sowieso schon mal gar nicht – erst recht nicht von…

  • Einblick ins Hundehaus oder so leben wir

    Ein Hundehaus ist schmutzig, stillos, alles stinkt und ist voller Haare. Soweit das Vorurteil. Dass dem nicht so sein muss (zumindest nicht permanent), beweisen Eindrücke wie der von Danni vom Hundebloghaus. Wir mögen es gemütlich, passend, und sind damit nicht allein. Wir haben deshalb überlegt, dass es spannend sein könnte, wenn wir unsere Türen für euch öffnen und einen kleinen Einblick in unser Heim gewähren. Als wir unsere Wohnung gesucht haben, war natürlich das wichtigste Kriterium, dass alle vier – also die Miezen und Rabauken mit einziehen durften. Wie ihr euch vorstellen könnt, war das nicht ganz so einfach. Fast zwangsläufig muss die Unterkunft schon eine gewisse Größe haben, damit dies für…

  • Green light oder die Sache mit den Anglern

    Es dämmerte bereits. Um den Sonntag zu verabschieden, wählten sie die Abendrunde am Fluß. Es war wunderschön. Still, nur das Gluckern und Rauschen des Gewässers war zu vernehmen. Traurig wurde sie als sie realisierte, dass es bereits ein wenig früher begann, dunkel zu werden. Kaum hatten sie die erste Biegung passiert, entdeckte sie am Ufer des Flusses ein kleines grünes Licht. Sollten das etwa Glühwürmchen sein? Ihre Laune besserte sich ein wenig und sie drückte die Augen zusammen, um besser sehen zu können. Da – noch eins! Und da! Ein weiteres! Plötzlich ertönte ein tiefes Grollen. Sie blickte hinab und sah die hübsche Freundin das Ufer fixieren. Dann erblickte auch sie…