Dinner for One oder als die Tiere die Nerven verloren

In unseren Antworten zum Liebster Award habe ich euch erzählt, dass ich vor nichts Angst habe – nie! Letztes Jahr ist allerdings etwas passiert, da wäre es mir fast etwas mulmig geworden.

Wir waren bei Freunden eingeladen. Es waren ganz viele andere Hunde und Menschen da und sie haben ein riesiges Buffet aufgebaut. Alle waren ganz aufgeregt und haben ständig auf die Uhr geschaut. Mitternacht und – holterdipolter – auf einmal ist die Hölle losgebrochen. Bamm bamm bamm – draußen haben sie wie die Wilden um sich geschossen! Die Menschen sind wie von der Tarantel gestochen aufgesprungen, haben gegrölt und sich in den Armen gelegen – hallo? Merkt ihr denn nicht, was da los ist?!

Das gibt es doch wohl nicht – denen muss man ja auch alles erklären. Ich bin der Retter der Welt! Wir Hunde also raus aus dem Haus, ab in den Garten und mal gezeigt, wo der Hammer hängt! Ab an den Zaun, beeindruckendstes Gebell aufgesetzt und hoch mit mir – immer und immer wieder. Meint ihr, die hätten sich beeindrucken lassen? Bamm bamm bamm. Da habt ihr die Rechnung aber ohne mich gemacht – ich habe Ausdauer! Sie hat versucht, mich da weg zu rufen, mir blieb nichts anderes, als sie zu ignorieren – ich kann sie ja schließlich nicht ihrem Schicksal überlassen! Dann allerdings hat mich Amber gebeten, mich zusammen zu reißen und mit ihr ins Haus zu gehen. Na gut, meiner schönen Freundin kann ich ja nun wirklich nichts abschlagen – gefügt, gegangen, Platz, geschlafen.

Puh – soweit so gut. Ich bin schon vom Erzählen ganz erschöpft. Dieses Jahr wird alles anders sagt sie – wisst ihr noch, die Sache mit der Ruhe? Wir bleiben also zuhause. In unserem Haus. Allein. Ohne andere Hunde. Ohne andere. Wir müssen lernen, dass das so nicht geht. Sagt sie. Dass das Rumgeballere nichts Schlimmes ist – ihr ist einfach nicht zu helfen.

Dafür beschwert sie sich jetzt bei uns. Dass man das so nicht macht. Dass das nicht Tradition ist. Dass man nicht alleine an Silvester zuhause sitzt. Dass man sich mit Freunden trifft und das neue Jahr willkommen heißt.

Jetzt verrate ich euch mal ein Geheimnis: So ist mir das viel lieber. So ganz geheuer war mir das Geknalle nämlich nicht. Vielleicht finde ich es ja auch gar nicht so schlimm, wenn ich es mir dieses Jahr noch einmal genauer angeschaut habe. Angst hatte ich natürlich nicht, aber früher habe ich so etwas nun mal nicht gekannt – in der Wüste gab es kein Geknalle zum Jahresende.

Und was wir zusammen alles machen können – sie kann uns etwas kochen, wir können uns Buffet und Mitternachtssnack teilen, wir können zusammen spielen bis Zwölf und darüber hinaus, und unter diesen Umständen ziehe ich mir auch gerne den Partyhut auf und mache ein wenig Dog Dance – klingt das etwa nach einem langweiligen Abend?

Vielleicht können wir dann nächstes Jahr wieder mit den anderen los. Oder die zu uns. Dieses Jahr aber nicht – sicher ist sicher!

Euch wünsche ich eine ruhige Silvesternacht und den Partymäusen eine tolle Party. Startet es gut und gesund!

Kisses, Buddy

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